16 September 2017

Elektrosmog - kein Thema??

Elektrosmog ...........................

Dass es Menschen mit gesundheitlichen Problemen dieser modernen Nebenwirkung des technischen Fortschrittes gibt, interessiert den allgemeinen Nutzer recht wenig und so werden ständig neue Produkte auf den Markt gebracht, welche auf Mobilfunktechnologien gründen.

Neueste Meldungen zeigen funkferngesteuerte Dachflächenfenster (z.B. Velux: http://tinyurl.com/yadyc3ua ) oder der Braten in der Röhre meldet sich (z.B. Miele: https://www.mobilegeeks.de/news/miele-neuer-dialoggarer-arbeitet-mit-elektromagnetischen-wellen ) und besonders kleine Kinder / Babys werden neben "Babyphon" nun auch noch durch andere technische Spielerein überwacht (https://youtu.be/FAJGei-UgQE ).

Smart-Home hält überall Einzug, nicht nur im Neubau  und um keine Leitungen legen zu müssen, werden die Türöffner über Mobilfunk angesteuert (https://www.ssam.com/aktionen/2017/20170523/ggmfdn_gsmdf50_flyno.pdf ).

Schöne neue Welt??? In Las Vegas arbeitet schon der erste Roboter-Bar-Keeper (https://www.mobilegeeks.de/news/metallischer-barkeeper-die-erste-roboter-bar-in-las-vegas/ )......

01 August 2016

05 April 2016

Leben im vergifteten Körper

Ein Bericht von einem Menschen, der mit seinen Gesundheitsproblemen an die Öffentlichkeit ging.Wie viele andere kämpfen im Stillen vor sich hin und werden für verrückt erklärt und genauso ohne Hilfe gelassen? „Ist ja alles unterhalb der Grenzwerte!“ Quelle: Reutlinger Generalanzeiger Umweltgifte: Leben im vergifteten Körper VON CLAUDIA HAILFINGER MÖSSINGEN. Früher hat Jochen Steinhilber viel Sport getrieben. Heute schafft er’s nur noch ein Mal ums Haus – den Mössinger schmerzt der ganze Körper. Nach unzähligen Arztgängen findet er schließlich Antworten und Hilfe bei der Umweltmedizin. Für eine umfassende Therapie fehlen aber die Mittel – die Krankenkasse erkennt die Erkrankung nicht an. Umweltmediziner Harald Banzhaf weiß, dass seine Patienten oft alleingelassen werden. Lesen Sie den ganzen Artikel: http://www.gea.de/region+reutlingen/tuebingen/umweltgifte+leben+im+vergifteten+koerper.4725242.htm

04 Dezember 2015

Neue Webseite

Moin,

Webseiten-Relaunch - wie es auf Neudeutsch heissen mag.

Unsere Webseite - auch für Handys, Smartphone oder Tablet -


http://baubiologie-weis.de

21 April 2015

störender Geruch? Baubiologen helfen als "Geruchsdedektive"

„In meiner Wohnung riecht es in letzter Zeit komisch und ich habe frühmorgens auch immer so ein Kratzen im Hals. Können Sie da mal die Luft untersuchen?“ So oder ähnlich beginnen oft Anfragen an den Baubiologen Andreas Karstedt aus Bremen. Karstedt, der auch Chemiker ist, kann darauf zuerst auch nur antworten „im Prinzip ja, aber…“ Und zwar deshalb, weil man bei solchen Untersuchungen tatsächlich nur das finden kann, wonach man sucht. Das klingt erst einmal unverständlich. Aber wenn man sich verdeutlicht, wie viele chemische Stoffe es gibt, die geruchsauffällig sein und/oder zu gesundheitlichen Beschwerden führen können, kann man verstehen, dass nur eine gezielte Probenahme mit anschließender darauf abgestimmter Laboruntersuchung zum Ziel führen kann. Daher steht eine gründliche Bestandsaufnahme immer am Anfang, bei der das weitere Vorgehen festgelegt wird. Karstedt und seine Kolleginnen und Kollegen vom bundesweit tätigen Verein der Baubiologen Biolysa e.V. können dabei auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Stehen z.B. die Probleme zeitlich in einem Zusammenhang mit der Anschaffung neuer Möbel oder anderer Einrichtungsgegenstände, könnte eine Untersuchung auf Formaldehyd, das aus Spanplatten ausgasen kann, sinnvoll sein. Wollteppiche werden häufig mit Insektiziden wie Permethrin gegen Mottenbefall imprägniert. Riecht es in Fertighäusern, die insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren gebaut wurden, schimmelig-muffig, sind neben Schimmelpilzbefall auch Holzschutzmittel wie PCP zu vermuten, deren Umsetzungsprodukte ähnlich riechen. Teerartiger Geruch in Fußbodennähe lässt eventuell einen Rückschluss auf Parkett- oder Fliesenkleber zu, der polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten kann. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Die Baubiologen von Biolysa e.V. verfügen über modernste Gerätetechnik zum Nachweis von Formaldehyd und leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VOC) direkt vor Ort und Probenahmegeräte für Luftproben, die dann zielgerichtet auf verdächtige Substanzen weiter untersucht werden. Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit zertifizierten und auf diese Untersuchungen spezialisierten Laboren. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse kann bereits häufig eine Bewertung hinsichtlich möglicher Gesundheitsgefahren erfolgen und das weitere Vorgehen für erforderliche Sanierungsmaßnahmen empfohlen werden.Ratsuchende können sich immer an eine Beratungsstelle von Biolysa e.V. in ihrer Nähe wenden und finden im Internet weitere Informationen unter http://www.biolysa.de und bei Baubiologie Plauen.

29 Januar 2015

TTIP ist noch lange nicht vom Tisch!!!


Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

ein internes Papier der EU-Kommission zu TTIP bestätigt, was wir schon lange vermutet haben: Die USA sollen zukünftig ein Mitspracherecht bei europäischen Gesetzesvorhaben erhalten. Ziel des Vorschlags ist eine Art “Frühwarnsystem” für neue Gesetze, die den Handel zwischen den beiden Wirtschaftsräumen behindern könnten.

Zwar erhält keine der beiden Seiten ein Vetorecht, die sogenannte „regulatorische Kooperation“ erhöht aber die Hürden für neue Gesetze zum Schutz von Umwelt und Gesundheit. In Europa stünden dann zum Beispiel geplante Verbote für hormonell wirksame Chemikalien oder die Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Genfütterung auf dem Spiel.

Das uns vorliegende Dokument zeigt einmal mehr, warum die TTIP-Verhandlungen gestoppt werden müssen: Dieses Abkommen greift in die Handlungsspielräume unserer demokratisch gewählten Parlamente ein und gefährdet jeden weiteren Fortschritt beim Umwelt- und Verbraucherschutz.

Damit wir diese Gefahr abwenden können, brauchen wir Ihre Unterstützung! Helfen Sie mit, unsere Arbeit gegen TTIP langfristig zu finanzieren – werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für den Widerstand gegen das Freihandelsabkommen.


Letter From America

Unterstützt von 57 Millionen US-BürgerInnen warnt die Initiative „A Letter from America“ uns Europäerinnen und Europäer in einem offenen Brief vor den fast zwei Jahrzehnte langen, negativen Erfahrungen mit der Gentechnik und ruft dazu auf, weiterhin Widerstand dagegen zu leisten.

72 Prozent der AmerikanerInnen wollen keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel verzehren und über 90 Prozent sind von einer Kennzeichnungspflicht dieser Lebensmittel überzeugt. Doch trotz dieses Widerstands gibt es dahingehend keine politischen Fortschritte.

Mit neuen Zulassungsanträgen und dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP versucht die Gen-Industrie auch in Europa Fuß zu fassen. Und wenn Sie die Nachrichten verfolgen sehen Sie, dass nunmehr auch die Lobby der Automobilindustrie massiv das TTIP unterstützt.

Der „Brief aus Amerika“ ist eine eindringliche Warnung, dies nicht zuzulassen.

Eine Zusammenfassung und die vollständige Übersetzung des offenen Briefes finden Sie zusammen mit dem Link zum Original auf der Homepage des Umweltinstitutes Münschen.

01 Januar 2015

Meist mehr Schaden als Nutzen - Vorwandkonstruktionen und Innendämmungen

Innendämmungen sind seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine beliebte Methode, vermeintlich preiswert Wandflächen den gehobenen Ansprüchen an Wärmeschutz und Behaglichkeit anzupassen. Man hat sich bei vielen damaligen Bauten sogar den Innenputz auf dem Mauerwerk gespart, indem man die handelsüblichen Gipskartonplatten benutzte, ob mit oder ohne rückseitige Polystyrolschicht. Damit hatte man in jedem Fall sehr leicht eine streich- oder tapezierfähige Oberfläche zur Verfügung. Solche Wände waren schnell fertig gestellt und sahen gut aus. Im Verbund mit Polystyroldämmung auf der Rückseite der Platten war es gleichzeitig möglich, den Dämmwert der gesamten Wand zu verbessern, wenigstens rechnerisch.

Auch bei schon verputzten Wänden konnte man so auf einfache Weise ebenmäßige Oberflächen schaffen, die gleichzeitig unschöne Dinge optisch verbargen. Putzabplatzungen, Schimmel, Risse, alte Leimfarbanstriche, gesprungene oder unansehnliche Fliesen verschwanden einfach unter der Vorwandkonstruktion. Sogar Rohrleitungen und Kabel ließen sich in den Hohlräumen leicht verlegen, ohne vorher Schlitze schlagen zu müssen.
Andreas Karstedt, ein Baubiologe aus Bremen vom bundesweit aufgestellten Baubiologenverein BIOLYSA e.V. weiß dazu: "Innendämmungen wurden und werden deshalb auch von vielen Heimwerkern gerne eingebaut, gleich ob in Neubauten oder zur Ertüchtigung von Bestandsgebäuden.“

Bei ebenen Mauerwerksoberflächen wurden die Gipskartonplatten früher direkt im damals üblichen Streifen- und Batzen-Verfahren auf die Wandflächen aufgeklebt. Manchmal wird diese Methode auch heute noch benutzt, obwohl man seit langem wissen sollte, dass so etwas ein gravierender Baufehler ist.

Bei unebenen Wandflächen oder wenn die Dämmung dicker sein sollte als die vorgefertigten Produkte, wurden oft Tragekonstruktionen aus Holzlatten oder Metallprofilen auf die Innenseiten der Außenwände aufgeschraubt. Darauf konnten die Gipskartonplatten geschraubt werden und die Hohlräume zwischen alter und neuer Wandoberfläche wurden ausgefüllt mit Mineralfasermatten oder Polystyrolplatten.

Auch bei denkmalgeschützten Gebäuden, gerade bei Fachwerkbauten, oder wenn eine äußere Dämmung wegen fehlender Grenzabstände oder technischer Probleme nicht ausgeführt werden konnte, hat man oft solche Konstruktionen gewählt.
Der erste Baufehler bei diesen ganzen Maßnahmen war das Einbauen der Hohlräume, weil die Plattenwerkstoffe nicht vollflächig mit dem alten Untergrund verklebt wurden.

Im Zusammenhang mit dem zweiten, sehr häufigen Baufehler, der auch von vielen Profihandwerkern begangen wurde und auch heute noch gelegentlich anzutreffen ist - die fehlenden, mangelhaft oder gar nicht eingebaute Dampfsperre zwischen neuer Innenoberfläche und altem Mauerwerk - entstehen so folgenschwere Schäden:

Eine Dampfsperre soll verhindern, dass Wasserdampf aus der Raumluft im Winter durch das Baumaterial hindurchdiffundieren kann und auf den wegen der Innendämmschichten ja kühlen Innenseiten des verkleideten Mauerwerks zu flüssigem Wasser kondensiert. In den eingebauten Hohlräumen geschieht so etwas aber ganz besonders stark.
Karstedt: "Kondensat führt nicht nur dazu, dass das Mauerwerk, die Holzteile aus Fachwerk und die Balkenköpfe der in das Mauerwerk eingebundenen Deckenbalken dauerhaft durchfeuchten können, was zu massiven Bauschäden führen kann. Der Wärmedurchlass der feuchten Bauteile wird auch noch größer als vorher, das heißt, sie kühlen stärker aus als trockene Bauteile und der ganze Prozess hält sich selber in Gang. Kondensat ist auch die Ursache von verstärktem Schimmelwachstum.“ Oft wächst der Schimmel von der Rückseite der Gipskartonplatten durch das gesamte feuchte Material hindurch und zeigt sich zunächst nur als dunkle Verfärbung auf der Raumseite, wenn überhaupt.

Selbst, wenn es noch gar nicht zu sichtbarem Schimmelpilzwachstum gekommen ist, kann die Atemluft in diesen Räume durch den versteckten Schimmel belastet werden. Sogenannte MVOC (englisch für mikrobielle volatile organische Komponenten) sind gasförmige Stoffe, die von Schimmelpilzen erzeugt werden und sich in der Raumluft anreichern bzw. in allen porösen Stoffen festsetzen können. Im besten Fall riecht es nur ein wenig schimmelig und man kann den Geruch durch Lüften minimieren. Im schlimmsten Fall haben alle möglichen Materialien den Geruch schon angenommen und müssen vollständig entfernt werden, wenn man das Problem beheben möchte.

Es kommt sogar vor, dass im Material der Vorwandkonstruktionen gar kein sichtbarer oder anzüchtbarer Schimmel gewachsen ist, aber sämtliches Material intensiv und dauerhaft schimmelig und muffig riecht. Der Schimmel wuchs dann zwar nur auf den Innenseiten des Mauerwerks, aber man muss trotzdem alles Material der Vorwand entfernen und eine lückenlose, professionelle Schimmelsanierung durchführen lassen!

Der Baubiologe und Schimmelsachverständige aus Bremen weiß zudem, dass bei Schimmelbefällen nicht nur die Sporen und die Schimmelpartikel, sondern auch die genannten MVOC gesundheitliche Probleme wie Allergien, Atemwegserkrankungen oder dauerhafte Immunschwäche hervorrufen können. Besonders gefährdet seien Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen sowie solche mit chronischen Krankheiten, weil deren Immunsyteme vorgeschwächt seien.
Die Baubiologen von Biolysa hätten im Übrigen noch kaum eine Vorwandkonstruktion vor Außenwandflächen ohne Schimmelbefall gefunden, es sei denn, es sei eine Wandflächenheizung oder Randleistenheizung integriert.
Generell gelte immer, dass man zunächst fachkundigen Rat einholen sollte, bevor irgendwelche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt würden.
Karstedt abschließend: " Mancher hat eine Wandfläche schon drei Mal saniert und es ist immer noch nicht richtig und schadensfrei gewesen. Ein Gutachten eines Baubiologen und Schimmelsachverständigen wäre da wohl deutlich Geld sparender gewesen.... Baubiologen bieten Messungen und Begutachtungen der Ausgangssituation, sie kennen in der Regel die besten, der jeweiligen Situation angepassten, Sanierungsmöglichkeiten."

Gute Zeit!
Baubiologie Plauen – Rüdiger Weis

08 Oktober 2014

Stop TTIP - Jetzt unterschreiben!






















Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
endlich geht es los: Ab heute können Sie die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen die transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP und CETA unterzeichnen. Auch wenn die EU-Kommission uns dieses direktdemokratische Instrument verweigern will, werden wir zusammen mit 250 Bündnispartnern in ganz Europa über eine Million Unterschriften sammeln und damit zeigen: Europas Bürgerinnen und Bürger wollen diese Abkommen nicht!
Unterzeichnen Sie jetzt bequem online unter www.umweltinstitut.org/stop-ttip und geben Sie diesen Link an Ihre Bekannten weiter, damit auch sie Teil der europäischen Bürgerbewegung gegen ungezügelten Freihandel werden.
 Stop TTIP - Jetzt unterschreiben

Was sind eigentlich TTIP und CETA?

TTIP und CETA sind zwei Freihandels- und Investitionsabkommen, die die EU mit den USA und mit Kanada abschließen möchte. Sie sind eine Gefahr für unsere Demokratie, die Umwelt und den Verbraucherschutz. Mehr erfahren Sie auf unseren Freihandel-Infoseiten.

Ich habe bereits gegen TTIP und CETA unterschrieben.
Muss ich nochmals unterzeichnen?

Ja. Die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative ist eine neue, gesamteuropäische Kampagne. Unterzeichnen Sie jetzt, auch wenn Sie sich bereits an Onlineaktionen von uns oder anderen Organisationen beteiligt haben.

Auf Ihren Beitrag kommt es an!
Die Organisation der Bürgerinitiative kostet uns viel Geld. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir unsere Arbeit im Kampf gegen TTIP und CETA weiterführen und ausbauen.
Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm und leistet einen wichtigen Beitrag, TTIP und CETA zu stoppen.

Quelle:Umweltinstitut.org

10 September 2014

Trinkwasser – mit Arzneimittelrückständen – Ökotest aktuell

Obwohl immer wieder Arzneimittelrückstände im Trinkwasser gefunden werden, sind regelmäßige Analysen nicht gesetzlich vorgeschrieben. ÖKO-TEST hat nun Trinkwasser aus 69 deutschen Städten auf Gadolinium untersuchen lassen, das über MRT-Kontrastmittel in die Umwelt gelangt – und wurde vielerorts fündig.

Wer Schmerzen hat, ist für ein Schmerzmittel dankbar. Liegen die Blutfettwerte außerhalb des Normbereichs, gibts auf Rezept Lipidsenker. In der Radiologie werden jodhaltige Röntgenkontrastmittel gespritzt, wenn die Blutgefäße sichtbar gemacht werden sollen.

Das funktioniert im Großen und Ganzen gut. Nur: Nachdem die Arzneistoffe ihr Werk verrichtet haben, verschwinden sie nicht einfach, sondern gehen auf große Reise und kommen irgendwann – wenn auch in stark verdünnter Form – wieder beim Verbraucher aus dem Wasserhahn. “Im Trinkwasser liegt nach dem Stand der Literaturauswertung für 23 Wirkstoffe und Metaboliten mindestens ein Positivbefund vor”, heißt es in der 2011 vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebenen “Zusammenstellung von Monitoringdaten zu Umweltkonzentrationen von Arzneimitteln”, welche vom IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser erarbeitet wurde. Genannt werden Schmerzmittel wie Naproxen, Röntgenkontrastmittel, Lipidsenker wie Clofibrinsäure und ihre Stoffwechselprodukte.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Ökotest

Wir empfehlen deshalb einen Wasserfilter im Haushalt für das Trinkwasser zu verwenden, um diese Belastungen weiter zu reduzieren.

Mein Favorit ist das Alvito-Aktivkohle-Membranfilter-System.

Möchten Sie mehr Informationen, so mailen Sie mir oder rufen einfach mal an.

28 August 2014

Schwarzes Gift

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
vier der fünf schmutzigsten Kraftwerke Europas stehen in Deutschland. Sie alle verbrennen Kohle, ebenso wie die restlichen der 30 größten Dreckschleudern in der EU. Keine andere Form der Energieerzeugung stößt mehr Treibhausgase aus. Im letzten Jahrzehnt hat es einen globalen Kohleboom gegeben – um 60 Prozent wuchs die Förderung von Stein- und Braunkohle in diesem Zeitraum weltweit. So heizt die Kohle den Klimawandel an und ist der Grund dafür, dass Deutschland und die EU ihre Klimaziele verfehlen werden, wenn wir die Politik nicht zur Einsicht bewegen.
Doch nicht nur das – Kohlekraftwerke sind auch hauptverantwortlich für den Ausstoß des gesundheitsschädlichen Quecksilbers. Daneben kommen zahlreiche andere Schadstoffe wie Feinstaub oder radioaktive Stoffe als lautlose Killer aus den Schloten, verschmutzen Luft und Gewässer und lösen teilweise tödlich verlaufende Krankheiten wie Lungenkrebs oder Herzinfarkte aus.
Mit unserem neuen Faltblatt „Schwarzes Gift“ können Sie sich und Ihre Freunde und Bekannte über die schädlichen Auswirkungen der Kohlekraft auf Mensch und Umwelt informieren. Auf unseren Energie & Klima-Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zur Kohle.
Hier können Sie unseren Flyer online lesen.

Quelle: Umweltinstitut München

04 August 2014

Heute: TTIP bei ARD zur besten Sendezeit

Quelle: ARD

Seit Monaten wird um das Für und Wider des geplanten Freihandelsabkommens zwischen den USA und Europa vor allem in der Fach-Öffentlichkeit diskutiert. Eine Reportage der ARD zur besten Sendezeit kann weitere Bevölkerungskreise über das äußerst umstrittene Abkommen informieren. Das ARD-Magazin fragt sich: Was sind die Gründe für die Geheimhaltung? Fürchtet man eine kritische Öffentlichkeit?
Vieles von dem, was in den Verhandlungen kritikwürdig erscheint, geschieht mit Zustimmung der deutschen Bundesregierung. Sie hat sich dafür ausgesprochen, die Geheimhaltung bei den Gesprächen trotz wachsenden Protests in der Bevölkerung beizubehalten.

Die Autoren Kim Otto und Stephan Stuchlik haben sich auf Recherchereise nach Brüssel und in die USA begeben.
Als sie den Chefunterhändler der EU, Handelskommissar Karel de Gucht, darauf hinwiesen, dass seine Studie gerade mal 0.05 Prozent Steigerung der Wirtschaftsleistung pro Jahr durch TTIP errechnet hat, bricht er das Interview erstmal ab. Der Kommissar rechnet nach, dann wird er unwirsch: "Let's not argue with numbers. Ich sage ihnen, wir werden die meisten Handelshemmnisse abschaffen."

Das Freihandelsabkommen soll zwei der größten Wirtschaftsräume der Erde enger miteinander verbinden und viele Bereiche umfassen: Arbeitsrecht, Finanzdienstleistungen, öffentliche Daseinsvorsorge, Datenschutz, Lebensmittelrecht. Obwohl am Ende circa 800 Millionen Bürger diesseits und jenseits des Atlantiks betroffen sein werden, wird im Geheimen verhandelt. Die Zwischenergebnisse kommen selbst für Parlamentarier nur bruchstückhaft und oft nur für Experten verständlich an die Öffentlichkeit.

Und bereits ein erster Blick in die Verhandlungsunterlagen zum Thema "Datenschutz" zeigt, dass hier eine fast vollständige Kapitulation der Europäer droht. Bis jetzt ist von "persönlichem Datenschutz" nicht die Rede, die Vorstellung der US-Amerikaner von "ungehindertem Datenaustausch ohne übermäßige Behinderung" findet sich in beinah allen Papieren zu diesem Kapitel wieder.
Am Ende kommt sogar der ehemaliger Unterhändler von großen Freihandelsabkommen bei WTO und GATT, der Wirtschaftswissenschaftler Jagdish Bhagwati zu einem vernichtenden Urteil: "Freihandel ist gut. Dieses Abkommen aber sollte nicht unterzeichnet werden. Schon gar nicht von den Europäern, sie werden am Ende die Verlierer sein."
Die WDR-Reportage von Stephan Stuchlik und Kim Otto läuft am Montag, den 4.8.2014 um 21.40 in der ARD.

Eine Vorschau ist im Internet verfügbar. 
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/der-grosse-deal-106.html

31 Juli 2014

Subvention für Kohle = Energiewende-Bremse

Rettende Subventionen für die Kohle?
Kohlemeiler
Nach der Reform ist vor der Reform: Nachdem mit der Novelle des EEG aus dem einstigen Erneuerbare-Energien-Fördergesetz eine Energiewende-Bremse geworden ist, steht für Sigmar Gabriel bereits das nächste Projekt an – die Kraftwerks-Reform.
Dabei sollen nach den Plänen der Bundesregierung auch klimaschädliche Kohlekraftwerke Subventionen erhalten, um durch die Bereitstellung von Kapazitäten die Versorgungssicherheit zu garantieren. Die könnte zwar auch auf andere Weise gewährleistet werden, beispielsweise durch flexible und deutlich emissionsärmere Gaskraftwerke. Doch die Betreiber der Kohlekraftwerke sehen in dem sogenannten Kapazitätsmarkt eine Chance, sich trotz ihrer veralteten Geschäftsmodelle zusätzliche Gewinne zu sichern, und das auf Kosten der privaten Stromverbraucher.
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die in Großbritannien für Dezember geplante Einführung eines Kapazitätsmarkts vor allem alte Kohlekraftwerke begünstigen wird, die derzeit günstiger Strom erzeugen als effiziente Gaskraftwerke. Diese Kohlemeiler sind aber im Schnitt 42 Jahre alt und produzieren klimaschädlicher als alle anderen Stromerzeugungsanlagen. Daran sollte sich Deutschland kein Beispiel nehmen!
Lesen Sie mehr zum Kapazitätsmarkt und möglichen Alternativen auf unseren Energiewende-Seiten.

Quelle: umweltinstitut.org

27 Juli 2014

Aluminiumhaltige Antitranspirantien tragen zur Aufnahme von Aluminium bei

Stellungnahme des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) Nr.: 007/2014 vom 26.02.2014

Mit Antitranspiratien werden kosmetische Mittel mit schweißhemmender Wirkung bezeichnet, die als Roller, Stick, Creme oder Aerosol zum Sprühen angeboten werden. Die schweißhemmende Wirkung wird durch Aluminiumsalze erzielt, die über einen bestimmten Zeitraum die Ausgänge der Schweißkanäle verschliessen. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Aluminium aus Antitranspiratien wird immer wieder kritisch hinterfragt. Dies gilt insbesondere in Hinblick auf eine mögliche Beteiligung an der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit und der Entstehung von Brustkrebs. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass hohe Aluminiumdosen beurotoxische Wirkungen beim Menschen und embryotoxische Effekte in Tierstudien zeigen.

Wenig bekannt ist jedoch über die Aufnahme und Wirkung von Aluminium aus kosmetischen Mitteln über die Haut. Hier fehlen wichtige Studien mit Humandaten........

Quelle: Stellungnahme des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) Nr.: 007/2014 vom 26.02.2014

Wie immer hängt die Bewertung von Risiken der Anwendung in massenhaft verbreiteten Utensilien des täglichen Bedarfes hinterher.

Ob Handy, genmanipulierte Lebensmittel, Kosmetika und Medikamente - erst der Großversuch mit "den Verbrauchern" wird über die Zeit belastbare Ergebnisse hervorbringen. Kollateralschäden sind vorprogrammiert und man muss diese einfach hinnehmen, oder?

Leider wird immer wieder gerne vergessen, dass am Ende der Mensch - der sogenannte Verbraucher - über Verbreitung, Anwendung und kommerziellen Erfolg solcher Produkte entscheidet.
Also spätestens bei Bekanntwerden solcher o.g. Risiken, sollte man Abstand nehmen von aluminiumhaltigen Antitranspirantien. Was nicht gekauft wird verschwindet relativ schnell wieder vom Markt oder wird durch andere hoffentlich harmlose Produkte ersetzt. Und auch dann gilt es den Herstellern und Werbern nicht alles zu glauben, kritisch zu bleiben und auch schon mal den Beipackzettel oder den Aufdruck der Inhaltsstoffe zu lesen, bevor man sich einem weiteren Risiko aussetzt! 

21 Juli 2014

Tödliche Gefahr - Kohlenmonoxidbildung im Pelletslagerraum

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnt vor einer tödlichen Gefahr im eigenen Haus. Sowohl bei der Lagerung von Holzpellets als auch von Holzhackschnitzeln kann sich das hochgiftige Kohlenmonoxid bilden. Grund dafür sind Autooxidationsprozesse bei bestimmten Holzbestandteilen, die im Rahmen der Herstellung durch Zerkleinern, Erwärmen und Trocknen des Holzes in Gang gesetzt werden. Aus den ungesättigten Fettsäuren entstehen neben Kohlenmonoxid (CO) verschiedene Aldehyde. CO ist besonders tückisch, da es farb- und geruchlos ist. Gefährdet sind nicht nur die Bewohner, sondern auch das Wartungspersonal von Heizungsanlagen. Dem BfR wurden bereits Todesfälle von Personen gemeldet, die sich in einem Pelletslagerraum aufgehalten hatten. Tipps zur Problemvermeidung Pellets- und Holzhackschnitzellager dürfen nicht luftdicht abgeschlossen sein. Es sollte eine kontinuierliche Be- und Entlüftung ins Freie erfolgen. Ein Luftkanal zu bewohnten Räumen aller Art sollte nicht bestehen. Schließlich ist es wichtig, CO-Melder in Augehöhe raummittig zu installieren. Diese sind bereits für 40-50 EUR erhältlich. Das Anbringen eines Warnschildes ist nicht ausreichend. Ebenfalls dürfte kurzfristiges Lüften die Gaskonzentration nicht ausreichend herabsetzen. Bei 800 ppm treten bereits bei kurzer Aufenthaltsdauer Schwindel und Übelkeit, bei höheren Konzentrationen Bewusstlosigkeit auf.

Weiterführende Links:
www.kohlenmonoxidmelder.com
www.ardmediathek.de/tv/Servicezeit/Kohlenmonoxid-Melder-kosteng (online bis 25.3.15)
http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2014/19/giftige_gase_aus_dem_pelletbunker_vermeiden-191115.html

Zitat BfR:

Holzpellets für Heizanlagen und Heizöfen gelten als nachhaltiger kohlendioxidneutraler Brennstoff. Doch die zu länglichen Stäbchen gepressten Sägespäne haben bei der Lagerung in großen Mengen eine potenziell gefährliche Eigenschaft: Bei der Herstellung werden durch das Zerkleinern, Erwärmen und Trocknen des Holzes bzw. der Späne Autooxidationsprozesse bei bestimmten Holzbestandteilen in Gang gesetzt. Aus ungesättigten Fettsäuren entstehen beispielsweise Gase wie das gesundheitsschädliche Kohlenmonoxid (CO) und verschiedene Aldehyde. Noch Monate nach der Herstellung können die Pellets diese Gase freisetzen. Die Konzentration kann in Lagerräumen so hoch sein, dass es zu schweren Vergiftungen bei Personen kommen kann, die die Räume betreten. „Vielen Hausbesitzern und Betreibern von Heizanlagen auf der Basis von Pellets ist dieses mögliche Gefährdungspotenzial nicht bekannt“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Nach experimentellen Untersuchungen können in der Raumluft von Pelletlagerräumen Konzentrationen von bis zu einigen Tausend ppm Kohlenmonoxid auftreten, was zu tödlichen Vergiftungen führen kann“. Wie hoch die Konzentration in einem Lagerraum ist, hängt vom Füllstand, von der Temperatur und vom Luftaustausch sowie vom Alter der Pellets ab.

Ende Zitat  

Immer aktuelle Tipps auch unter: Baubiologie Regional

09 Juli 2014

Lärm – ein unterschätztes Problem

Wenn der Lärm um die Weltmeisterschaft schon längst wieder verklungen ist, wird er bleiben : der allgemeine Umweltlärm! Straßen und Autobahn, Eisenbahn, Fluglärm, Rasenmäher und andere "schön" auf laut getrimmte Gartengeräte. Ein guter Beitrag lief gestern bei arte: LÄRM - Arte Und hier kann man mal in D nachsehen: NOISE

16 Juni 2014

Allergien – Ohne Pillen durch die Pollen

Wer sehnt ihn nicht herbei, den Frühling nach dem dunklen Winter? Doch für viele bringt er eher Unangenehmes mit sich: Allergiker können die Umwelt nicht unbeschwert genießen. Und sie werden immer mehr. Warum? Die italienische Journalistin und Filmemacherin Patrizia Marani, selbst allergiengeplagt, macht sich auf die Suche nach den vielfältigen Ursachen der Volkskrankheit.

Quelle TV-Hinweis: arte Nur noch hier im Archiv von ARTE!

Schimmel, nur ein Problem der kalten Jahreszeit oder ?

Hohe Luftfeuchtewerte gibt es auch im Sommer - oft kann man mit einem Hygrometer tagsüber 80 -90 % r.F. messen. Es wachsen nur deshalb nicht überall Schimmelrasenflächen, weil in unseren Breiten gleichzeitig relativ starke Luftbewegungen vorhanden sind, bzw. durch die hohen Temperaturen der Luft und aller Oberflächen die Feuchte sehr schnell verdunstet und für die Schimmelpilze somit nicht verfügbar ist. Aus diesen Sachverhalten ergibt sich aber auch, dass überall dort mit sommerlichem Schimmelwachstum zu rechnen ist, wo man wenig Luftbewegungen vorfindet und wo es kühler ist als im Freien.

Detlef Blöbaum, ein Baubiologe aus Bad Oeynhausen, dazu: "Aber auch dort, wo Materialien tagsüber relativ wenig erwärmt werden, bzw. nachts recht schnell abkühlen können, kann es zu Feuchtekondensationen kommen, die bei feuchteaufsaugenden Materialien dafür sorgen, dass die Oberflächen lange genug feucht sind, so dass Schimmelpilze sich gut entwickeln können."

Vorsicht im Sommer sei also überall da geboten, wo keine direkte Sonnenlichteinstrahlung, kaum Luftbewegungen, leicht abkühlende Oberflächen und gleichzeitig organische Materialien vorhanden sind. "Im Freien sind das oft Stellen unter Carports oder sonstigen Dachflächen, auf Nordseiten von Gebäuden oder im Schatten unter Bäumen. Deswegen beginnen die Unterseiten der Dächer, sich mit Schimmel-Flecken zu bedecken und immer dunkler zu werden, auf den Fassaden vergrößern sich die dunklen Stellen und in Komposthaufen verrottet alles noch schneller. Das ist für empfindliche Menschen durchaus bedenklich, denn in der Luft befinden sich dann auch extrem viele Sporen der Pilze, was zu allergischen Reaktionen in verschiedensten Ausprägungen führen kann."

Falsche Kellerlüftung mit rasenartigen Schimmel und Wassertrocpfen am Fensterrahmen
Falsche Kellerlüftung mit rasenartigen Schimmel und Wassertrocpfen am Fensterrahmen

 Auch in Lager- bzw. in Wohnräumen im Keller mit erdberührenden Außenwänden, also im Souterrain, in Hanglagen oder direkt im Keller finden Schimmelpilze im Sommer die besten Bedingungen. Blöbaum: "Viele Menschen glauben, dass die Sommerluft, die im Freien die Wäsche schnell trocknet, auch gut wäre, um Keller zu entfeuchten. Das ist ein fataler Trugschluss, weil die warme, feuchte Außenluft auf kühle Oberflächen an den Wänden und Böden trifft und so durch Kondensation ihre Feuchte an das Material abgibt. Dadurch werden der Putz und der Estrich immer feuchter und schimmeln nicht nur an der Oberfläche, sondern durch und durch, so dass es in solchen falsch gelüfteten Kellern das ganze Jahr über muffig riecht."

Die hohe Sporenmenge in der Luft führt auch dazu, dass alle Gegenstände bewachsen werden, die dem Schimmel Nahrung bieten. "Schuhe schimmeln innen und außen. Kleidung, besonders solche aus Leder, schimmelt vorwiegend dort, wo sich Hautfette abgelagert haben. Das passiert auch an den Henkelgriffen von Taschen und Koffern, an Fotoapparaten und Bücherumschlägen. Besonders schnell schimmeln Türgriffe und -blätter, eben dort, wo sie häufig angefasst werden. Auch leergetrunkene, nicht wieder verschlossene Flaschen, also solche mit Bügelverschluss oder Kronkorken, sind extrem schimmelanfällig, wenn sie nicht nach Gebrauch ausgespült wurden." Auch Müll-Säcke oder - Eimer seien eine mögliche Schimmelquelle, wenn der Inhalt nicht vor Einwurf sauber gespült wurde. Vor allem bewohnte Kellerräume sind im Sommer extrem schimmelgefährdet, weil die Bewohner natürlich Frischluft in die Räume bringen möchten und deshalb oft ausgiebig lüften. Das aber bringt auch zusätzliche Feuchtigkeit mit sich. Blöbaum: "Gerade im Sommer ist es also fatal zu glauben, dass man mit Lüften einen Schimmelbefall verhindern kann. Im Winter wäre diese Annahme für Wohnräume zwar nicht immer allein für sich richtig, aber auch nie falsch.


Falsche Kellerlüftung

Falsche Kellerlüftung

Im Sommer jedoch führt falsches Lüften in Kellerräumen immer zu einem riesigen Schimmelproblem. Da kann man dann froh sein, wenn der Keller nur als Lager und nicht als Wohnraum genutzt wird."

Als einzige Möglichkeit, den Schimmelbefall zu vermeiden, nennt der Baubiologe und Schimmelsachverständige folgendes: "Nach dem Lüften muss ein elektrisches Entfeuchtungsgerät dafür sorgen, dass die Feuchte aus der Luft herausgeholt wird. Ansonsten kann es zu vollflächigem Schimmelbefall an allen Wohnungsoberflächen kommen, auch an der Decke, an Möbeln und sämtlichen Gegenständen."

Um eine solche Problematik zu erkennen und richtig einschätzen zu können, sollte man über ein gewisses Fachwissen verfügen oder wissen, wo man es bekommt. Blöbaum betreibt als Baubiologe eine Beratungsstelle des Baubiologen-Vereins BIOLYSA e.V.
Die Baubiologen und unabhängigen Schimmelsachverständigen des Vereins sind deutschlandweit tätig, kennen alle kritischen Sachverhalte und mögliche Vermeidungsmaßnahmen bei Schimmelbefall jeglicher Art.
Die Beratungsstellen sind gute Adressen für einen ersten kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf auch Begutachtungen, die dann allerdings kostenpflichtig sind. Adressen der Beratungsstellen findet man im Netz unter http://biolysa.de

03 Juni 2014

Hochspannungstrasse

Frage:
Eine Hochspannungstrasse des geplanten Stromnetzausbaues tangiert meine Heimatstadt Nürnberg.
Welche Auswirkungen hat eine solche Trasse auf den Menschen und die Umwelt?

Antwort:
Da es in Deutschland noch keine HGÜ-Leitungen (HGÜ = Hochspannungs- Gleichstrom-Übertragung) gibt, haben wir hierzu keine eigenen Messdaten. Daher gibt es auch keine konkreten Abstandsempfehlungen, die übrigens – wie beim Wechselstrom – von der Verlegeart abhängig wären: Freileitung oder Erdkabel sowie Entfernung von Hin- und Rückleiter. Die geplanten HGÜ-Leitungen nutzen teilweise den Erdboden und das Meer als Rückleiter, das dürfte sehr hohe Felder zur Folge haben.
Laut Herrn Dipl.-Ing. Bernhard Heidrich (Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Niedersachsen) liegt die Stärke des magnetischen Gleichfeldes unterhalb einer HGÜ- Leitung typischerweise bei etwa 20 bis 25 Mikrotesla (μT).


Bewertung laut Baubiologischem Standard der Messtechnik (SBM):
<1 br="" llig="" unauff=""> bis 2 µT = schwach auffällig,
bis 10 µT = stark auffällig,
> 10 µT = extrem auffällig.

Quelle:IBN

22 Mai 2014

Filmtipp – Die Wirklichkeit kommt

Wer an schädliche Handystrahlung, geheime Abhöraktionen und den gläsernen Bürger glaubt ist paranoid? Das dachte man bisher. Doch das war, bevor unsere Technik sich so intelligent weiterentwickelt hat, dass man ihr mittlerweile alles zutrauen kann. Inzwischen sind diese Verschwörungstheorien längst nicht mehr so abwegig, wie wir sie bis vor ein paar Jahren noch empfunden haben. Doch schließlich stellt sich noch immer die Frage, die sich viele Menschen schon seit etlichen Jahren stellen: Wie viel Überwachung gibt es bereits unter uns?

http://www.kino.de/kinofilm/die-wirklichkeit-kommt/128282

Leider kommt der Film erst mal nur in wenigen Städten, also bitte im Link mal nachsehen wann und wo!

11 Mai 2014

Sind alle Funkanwendungen gesundheitlich bedenklich?

Baubiologen warnen vor den negativen Gesundheitsauswirkungen von Strahlungen aus Mobilfunkantennen, DECT-Telefonen und WLAN-Routern. Seit einigen Jahren gibt es auch vermehrt Sendeanlagen für TETRA-Funk für Behörden und andere Organisationen, terrestrische Fernsehsender DVB-T und DAB, den digitalen Rundfunk. Und über allem schweben die Satelliten, die eine Vielzahl von Radio- und Fernsehsignalen zum Boden senden.
Aber nicht alles, was mit Funk betrieben wird, ist kritisch zu sehen.
Baubiologe Karl Heinz Eberhard aus Dortmund, Betreiber einer Beratungsstelle des Baubiologenvereins BIOLYSA e.V. weiß dazu: "Ich werde häufig gefragt, wie gefährlich eigentlich Funkwecker sind, man höre ja oft, dass Funkstrahlen schädlich sein sollen. Gemeint sind dann in der Regel batteriebetriebene Uhren, die sich per Funksignal automatisch auf die geltende Zeit einstellen. Hier kann ich Entwarnung geben: Diese Funkwecker und -uhren sind passive Empfänger, die selber weder elektromagnetische Strahlung aussenden, noch elektrische Wechselfelder."
"Das Funksignal, welches die Zeitmesser empfangen, hat sogar einen Namen, es heißt DCF77 und wird seit 1978 auf der Frequenz 77,5 kHz als Zeitinformation ausgestrahlt. Eine negative Auswirkung auf Organismen wurde seit Inbetriebnahme nicht festgestellt." so Eberhard weiter.

Es gibt nach seinen Angaben noch eine Reihe weiterer harmloser Geräte mit Funkbetrieb, dazu zählen insbesondere Funksteckdosen und alle Fernbedienungen. "Diese Teile sind entweder auch nur Empfänger oder sie geben alle nur bei Knopfdruck kurze Sendeimpulse ab."

Die Signale der Satelliten aus dem Orbit der Erde seien ähnlich harmlos. Sie sind so schwach, dass man die Satellitenschüsseln benötigt, um sie technisch verfügbar zu machen. Organische Wirkungen seien dabei nicht zu befürchten.

Deutlich strahlungsstärker seien inzwischen die digitalen, terrestrischen Sendesignale für Fernsehen und Radio, wobei auch zu berücksichtigen sei, dass ja die alten, analogen Sender im Gegenzug abgeschaltet würden.
Viele Menschen würden allerdings tatsächliche Belastungen aus anderen, häufigen Strahlungsquellen völlig unterschätzen:

Bedenklich seien seiner Meinung nach alle Geräte, die als Dauersender konzipiert sind und in unmittelbarer Nähe der Menschen betrieben werden. Dazu gehören Funkkopfhörer moderner Bauart, drahtlose Übertragungsgeräte für TV-Signale innerhalb von Gebäuden, alle modernen Geräte mit WLAN-Vernetzung (TV, Drucker, Kameras, PC, Tabletcomputer, Laptops etc.), kabellose Tastaturen und Mäuse sowie alle Geräte mit Bluetooth-Verbindung.
Auch allerlei Messgeräte mit Fernsensoren oder drahtlose Messeräte für den Wärmeenergieverbrauch an Heizkörpern zählen dazu, ebenso wie funkvernetzte Brandmelder, die alle zunehmend auf den Markt kommen.
Oft sind die Funktionen zur Funkverbindung auf dem zentralen Chip der Geräte integriert und serienmäßig eingeschaltet, so dass der Nutzer aktiv werden muss, wenn er die Funkwellen abschalten möchte.
Auch alle schnurlosen Kommunikationsgeräte wie Handies und Smartphones sowie DECT-Telefone gehörten auf die Liste baubiologisch bedenklicher Geräte, weil sie in der Regel Dauerstrahler seien, auch wenn man nicht telefoniert.
Eberhard: "Alle funkbasierten Geräte mit Sendefunktion sorgen dafür, dass zumindest in ihrer unmittelbaren Nähe, nach baubiologischer Bewertung starke bis extreme elektromagnetische Felder messbar sind, manchmal mit Strahlungsdichten von über 10.000 Mikrowatt pro Quadratmeter (µW/m²).

Eberhard dazu: " Schon Werte über 100 µW/m² können bei empfindlichen Menschen zu Kopfschmerzen, Unwohlsein, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, allgemeiner Gereiztheit, erhöhter Ausschüttung von Stresshormonen, Bluthochdruck und sogar zu Veränderungen im Blut (sog. Geldrollenbildung) führen. Bei Kindern kann es bei ständiger Belastung zu Problemen wie Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen, also ADHS und ADS, kommen."
Bei älteren Leuten werde die Anfälligkeit für Demenzerkrankungen aller Art massiv gefördert.

Die Nutzung schnurloser Geräte in der eigenen Wohnung sei deutlich bedenklicher als ein Mobilfunkmast, der irgendwo draußen steht. Man hole sich die Belastungen selbst ins Haus und sei sich dessen oft gar nicht bewusst.
Oft hätten die Menschen auch in ihren modernen Autos allerlei Dauerstrahler ohne es überhaupt zu ahnen. So belasteten sie sich nicht nur zuhause, sondern auch bei jeder Fahrt in ihren eigenen Fahrzeugen.
Eberhard meint: "Ein gesundes, belastungsfreies Leben ist somit nur noch schwer machbar. Es ist aber nicht unmöglich: Wichtig ist immer, dass man so strahlungsarm wie möglich lebt und schläft, weil die modernen Geräte gerade solche Arten von elektromagnetischer Strahlung aussenden, die es natürlicherweise in unserer Welt nicht gibt. Deswegen ist ihre Wirkung umso stärker. Und Stress gibt es sowieso überall und ohne Ende - da sollte man ihn sich nicht noch selber zusätzlich erzeugen, indem man ohne Not elektromagnetische Strahler in seiner unmittelbaren Lebensumgebung benutzt."

Zumindest solle man alle Betriebsanleitungen gut lesen und alle Funk-Funktionen der Geräte ausschalten. Besser noch sei es, wenn man solche Geräte gar nicht erst kaufe oder benutze.

Bei Fragen kann man sich immer an eine örtliche Beratungsstelle von BIOLYSA e.V. wenden, oder sich im Internet unter http://www.biolysa.de Rat holen.
Eberhard:" Die beste Verbindung ins Netz geschieht natürlich per Datenkabel und nicht per WLAN oder Mobilfunk. Die Kabel sind in der Regel abgeschirmt und erzeugen überhaupt keine Belastungsfelder....."

15 April 2014

Schimmel im Frühling und im Sommer – die unbekannte Gefahr!

Der Winter ist vorbei und die Menschen genießen das warme Wetter, indem vielerorts die Fenster in den Wohnungen und Häusern jetzt oft und lange geöffnet bleiben. Das ist gut in allen Wohnungen, in denen während des Winters keine Schimmelpilze wuchsen. Es ist aber schlecht für die Bewohner von Räumen, in denen sich während des Winters ein Schimmelproblem entwickelt oder verstärkt hat.
In solchen Wohnungen findet sich dann häufig eine erhöhte Sporenbelastung der Atemluft. Uwe Dippold, Baubiologe und Schimmelsachverständiger aus Nürnberg dazu: "Vielleicht gab es große Wandflächen, die schlecht beheizt waren oder kaum erwärmt werden konnten, wie es meist in Raumkanten und hinter Möbeln an Außenwänden der Fall ist. Oder es gab neue Fenster in alten, noch ungedämmten Wänden, so dass die selbsttätige Entlüftung und Entfeuchtung der Räume über die Spalten und Ritzen der alten, vergleichsweise undichten Fenster nicht mehr vorhanden ist.
Oder die Feuchte, die vorher an den alten, schlecht gedämmten Fensterflächen kondensierte, hat sich von den neuen Fensterscheiben an die jetzt im Vergleich schlechter gedämmten Wandflächen verlagert, wodurch diese immer feuchter wurden.
In den meisten solcher Fälle wird sich Schimmel gebildet haben, der gerade hinter Möbeln oder Vorhängen oft kaum bemerkt wird. Jetzt im Frühling, wenn man gar nicht mehr an eine Schimmelgefahr glaubt, kann es dann aber sein, dass gerade deshalb eine erhöhte Raumluftbelastung durch Schimmelsporen entsteht."
Dippold erklärt den Zusammenhang so: "Durch das vermehrte Lüften wird die für den Schimmel verfügbare Feuchte immer weniger, deswegen entwickeln die Pilze ihre Überlebensformen, eben die Sporen."
"Diese Sporen werden in verstärktem Maße an die Raumluft abgegeben und belasten so die Atemluft der Menschen in den Wohnungen." Das könne bei den Betroffenen zu Sensibilisierungen bis hin zu Allergien führen, Atemwegsprobleme wie asthmatische Beschwerden oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen könnten ebenfalls entstehen.
"Wer also solche Probleme im Frühling bei sich feststellt, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein unentdecktes Schimmelproblem in seinen Wohnräumen!"
Lohnenswert und erfolgversprechend ist es dann, einen Schimmelsachverständigen mit einer Wohnungsbegutachtung zu beauftragen. Solch ein Experte kennt alle verdächtigen Stellen für Schimmelwachstum und hat das nötige Instrumentarium, um auch an schwer zugänglichen Stellen verdächtiges Material zu finden. Wenn man erst einmal weiß, wo und warum der Schimmel wächst, dann kann man auch die richtigen Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen. Ein guter Sachverständiger wird seine Kunden ausführlich dazu informieren.

Auch von einem anderen, eher unterschätzten Zusammenhang zwischen Schimmel und warmer Luft weiß Dippold zu berichten:" In den Sommermonaten von Juni bis Oktober ist die Außen-Luft bekanntlich meist sehr warm, aber gleichzeitig auch sehr feucht. Wenn nun diese Luft in Kellerräume gelangt, dann kondensiert ein Großteil der Luftfeuchte an erdberührten Kellerwandflächen, weil diese deutlich kühler sind als die sommerliche Warmluft".
Dippold schätzt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Schimmelsachverständiger, dass mindestens 80% aller Menschen immer noch glauben, dass man Kellerräume im Sommer besonders gut lüften könne. Meist wollen sie Modergeruch und Feuchtigkeit aus den Kellern vertreiben. Unwissentlich geschehe das genaue Gegenteil. "Die erdberührten Wandflächen werden durch die Kondensationsprozesse immer feuchter und nach kurzer Zeit sind hervorragende Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze vorhanden".
Das richtige Lüftungsverhalten ist das A und O für schimmelfreie Kellerräume ohne unangenehme Gerüche. Sollte allerdings schon ein Schimmelbefall vorhanden sein, so muss dieser zuerst sachgerecht und professionell saniert werden. "Das erfordert gute Planung und sorgfältige Ausführung der Arbeiten. Das mag zunächst teuer erscheinen, aber nur so kann man dann künftig sicher sein, dass alle Flächen und Gegenstände im Keller auch frei von Schimmel sind", so Dippold. "Gute Sachverständige sanieren nicht selbst, aber sie können gute Sanierungsfirmen empfehlen".

Wer also im Frühling in seinen gut gelüfteten Wohnräumen Atemwegsprobleme bekomme, der sollte nicht nur an Pollen denken, sondern auch einen verdeckten Schimmelbefall in Betracht ziehen. Und wer immer wieder Modergeruch in seinen Kellerräumen wahrnehme, der unterliege wahrscheinlich einem folgenschweren Irrtum bezüglich seines Lüftungsverhaltens.
Dippold, der auch Vorstandsmitglied eines Baubiologen-Vereins ist, rät:
"Eine gute Adresse für telefonischen Rat und fachkundige Hilfe bei den beschriebenen Problemen sind die Beratungsstellen von BIOLYSA e.V. Unserem Verein gehören Sachverständige und Gutachter aus ganz Deutschland an.
Jeder darf bei uns kompetente und sachgerechte Vorschläge erwarten.
Wir sind erreichbar im Internet unter http://www.biolysa.de.

14 April 2014

Energie-Sparlampen: Quecksilber kann Kindern schwer schaden


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Quecksilber bei Kindern Autismus auslösen kann. Das giftige Schwermetall ist in Energiesparlampen enthalten, über deren Entsorgung sich die sonst so regulierungsfreudige EU keine Gedanken gemacht hat.

Lesen Sie den ganzen Beitrag.
Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/14/energie-sparlampen-quecksilber-kann-kindern-schwer-schaden/

Dass Quecksilber nicht ungiftig ist, hat man ja schon seit langem erkannt. Nicht ohne Grund wurden bereits vor vielen Jahren die Fieberthermometer mit diesem Schwermetall verboten. Deshalb verwundert es immer wieder, dass solche problematischen Stoffe überhaupt noch massen- und zwangsweise verbreitet werden.

Vielleicht gibt es ja bald eine Gegenindikation durch die Pharmaindustrie – dann hätte der Exitus der Glühbirne doch einen Sinn, denn Energie läßt sich nicht einsparen (Energieerhaltungssatz der Physik s. auch http://m.schuelerlexikon.de/mobile_physik/Energieerhaltungssatz.htm) und einen “Zuwachs an Wirtschaftswachstum” gebracht.

01 April 2014

Wie stark sind Schadstoffbelastungen in einer Ex-Raucherwohnung?

Frage:
Wie stark ist die Schadstoffbelastung in einer Wohnung, in der über viele Jahre stark geraucht wurde? An den Wänden befinden sich Raufasertapeten, die mehrfach überstrichen, vermutlich aber nie erneuert wurden. Werden die von den Wänden absorbierten Giftstoffe durch das Überstreichen mit einer Dispersionsfarbe herausgelöst?Wenn ja, werden dadurch Giftkonzentrationen erreicht, die gesundheitsgefährdend und mit der Belastung durch Passivrauchen vergleichbar sind?Wird dadurch auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöht?
Raucherzimmer 2014
© RW Baubiologie Plauen
Antwort:
In den Tapeten und Farben kann sich über die Jahre eine signifikante Sekundärkontamination aufgebaut haben. Möglich sind deshalb geruchliche Belastungen und auch Staubbelastungen durch Nikotin und evtl. Teer (PAK). Genauere Bewertungen sind aber nur durch eine Analyse des Hausstaubes z.B. durch einen Baubiologischen Messtechniker IBN möglich.
Bei einer sehr starken Sekundärkontamination durch Nikotin und evtl. Teer sollten die Tapeten entfernt werden. Ein Überstreichen reicht leider nicht aus. Eventuell haben auch tiefere Putzschichten Schadstoffe absorbiert, was aber nur über Materialprüfungen festgestellt werden kann.
Eine akute Gesundheitsgefährdung ist erfahrungsgemäß eher nicht zu erwarten. Über einen längeren Zeitraum und/oder für empfindliche Personen kann dennoch ein erhöhtes gesundheitliches Risiko durch geruchliche Beeinträchtigungen und die Aufnahme von Schadstoffen (Rückstände wie Nikotin, Teer) über den Hausstaub nicht ausgeschlossen werden. Mit Passivrauchen ist diese mögliche Belastung jedoch nicht vergleichbar, da die Raumluft keinen Rauch mehr enthält, der die Raumluft mit leichtflüchtigen Verbrennungsprodukten und schadstoffhaltigem Feinstaub belastet.
Sollte eine genauere Schadstoffanalyse bzw. ein Austausch der Tapeten nicht möglich sein, empfehlen wir, häufiger als üblich zu lüften und mit einem guten Staubsauger (HEPAFilter) zu saugen.
Diese Frage beantwortete Ihnen Dr. Manfred Mierau Baubiologischer Messtechniker IBN www.maes.de

19 März 2014

Mobilfunk aus der Strassenlaterne

Neue Philips-Technologie
Mobilfunk aus der Straßenlaterne

Bisher kommt das Mobilnetz aus den Sendemasten. In Zukunft könnten aber auch Straßenlaternen für die Verbindung herhalten.

In Zukunft könnte das Mobilnetz aus der Straßenlaterne kommen (Foto: Fotolia / fefufoto)

In den USA starten Philips und Ericsson ein gemeinsames Technikprojekt, das sowohl die Energieeffizienz der städtischen Beleuchtung, als auch die Leistung der Mobilfunknetze verbessern soll. Zu diesem Zweck integriert Philips Mobilfunkantennen von Ericsson in LED-Straßenbeleuchtungssysteme und funktioniert auf diesem Weg jede Laterne zu einem kleinen Sendemast um. »Dieses neue vernetzte LED-Straßenbeleuchtungsmodell ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir das Internet der Dinge zum Leben erwecken, und es zeigt die Möglichkeiten von Licht jenseits von Beleuchtung«, sagt Frans van Houten, CEO von Philips. »Wir bieten Beleuchtung als eine Dienstleistung. Diese passt sich an die Bedürfnisse der Stadt an und bietet Stadtverwaltungen die Möglichkeit, ihren Bürgern eine intelligent vernetzte, energieeffiziente und sichere Umgebung zu bieten.«

Philips will die neue Technologie Netzbetreibern zur Verfügung stellen. Ob und wann die Sendemast-Lampe nach Deutschland kommt, ist bisher jedoch noch nicht klar.

11 März 2014

Dämmung mit Holzschaum

Quelle: Britta Widmann Unternehmenskommunikation
Fraunhofer-Gesellschaft
Dämmstoffe der Zukunft sollen nicht nur effizient, sondern auch klimaverträglich sein. Fraunhofer-Forscher entwickeln Dämmmaterial aus Holzschaum, das langfristig petrochemische Kunststoffe ersetzen könnte.
Klimaschutz ist heute Pflicht für jeden Bauherren: Erst im vergangenen Oktober hat die Bundesregierung die Energie-Einsparverordnung für Gebäude nochmals verschärft. Immobilien müssen künftig mit noch weniger Energie auskommen als bisher. Um die strengen Anforderungen zu erfüllen, ist eine gute Wärmedämmung von Wänden und Dächern das A und O. Sie verhindert, dass große Teile der kostbaren Heizenergie ungenutzt nach draußen entweichen. Dazu wird die Gebäudefassade mit wärmedämmenden Materialien ausgekleidet – klassischerweise kommen dabei Hartplatten oder elastische Schaumstoffe auf Basis von petrochemischen Kunststoffen zum Einsatz.

Solche Materialien lassen sich zwar günstig und einfach produzieren und besitzen gute Dämmeigenschaften – besonders umweltfreundlich sind sie allerdings nicht. Aus diesem Grund sollen Materialien aus nachwachsenden Naturstoffen erdölbasierte Produkte längerfristig ersetzen.


Forscher des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI in Braunschweig verfolgen einen vielversprechenden Ansatz: Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Holzpartikeln Schaumstoff herstellen lässt. »Unser Holzschaum lässt sich genauso einsetzen wie klassische Kunststoffschäume, ist dabei aber ein hundertprozentiges Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen«, erklärt Prof. Volker Thole vom WKI. Um den Schaum herzustellen, wird das Holz zunächst in feine Partikel zermahlen, bis eine schleimige Masse entsteht. In diese Suspension wird dann Gas geleitet, um sie aufzuschäumen. Anschließend wird der Schaum ausgehärtet, wobei die holzeigenen Stoffe den Härtungsprozess unterstützen. Ein alternatives Herstellungsverfahren basiert auf speziellen chemischen Prozessen. »Man kann sich das ähnlich wie beim Backen vorstellen, wenn der Teig im Ofen aufgeht und fest wird«, erklärt Prof. Thole. Das Ergebnis ist ein leichter Grundwerkstoff, der sich entweder zu Hartschaumplatten oder elastischen Schaumstoffmatten weiterverarbeiten lässt.
Lesen Si den ganzen Artikel: http://idw-online.de/de/news575787#

25 Februar 2014

Strahlender Wasseraustritt in Fukushima

Wissenschaftler und Ex-Premier erheben schwere Vorwürfe gegen Japans Regierung

Strahlender Wasseraustritt in Fukushima – Demonstrationen zum 3. Fukushima-Jahrestag

 
Nachdem erneut radioaktiv belastetes Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima (Japan) ausgetreten ist, hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut dazu aufgerufen, die Proteste für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen konsequent fortzusetzen. Der BBU erinnert daran, dass die Katastrophe in Fukushima vor fast genau drei Jahren begonnen hat - am 11. März 2011.  Bürgerinitiativen, der BBU und weitere Organisationen rufen zur Teilnahme an Gedenkveranstaltungen, Mahnwachen und Demonstrationen rund um den Jahrestag auf. Was die Aussage des japanischen Premierministers wert ist, wollte ZDF-Ostasienkorrespondent Johannes Hano herausfinden. Wochenlang recherchierten er und sein Tokioter Team und fördern in der ZDFzoom“-Dokumentation „Täuschen, tricksen, drohen – Die Fukushima-Lüge“, die am  

Mittwoch, 26. Februar 2014, 23.15 Uhr

zu sehen ist, erschreckende Erkenntnisse zu Tage.
ZDFzoom: Täuschen, tricksen, drohen – Die Fukushima-Lüge
http://www.umweltruf.de/2014_Programm/news/news_druck.php3?nummer=1360

14 Februar 2014

Bisphenol A - Weichmacher für Kunststoffe und den "Menschen"

Quelle: BUND
Im aktuellen Chemie-Newsletter geht der BUND auf die vielfältigen Risiken des Weichmachers Bisphenol A ein, ein Grundstoff zur Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat, der in vielen Alltagsgegenständen enthalten ist. Der gefährliche Stoff, der unter anderem z.B. bereits in winzigen Mengen in unseren Hormonhaushalt eingreifen kann, wird in Babyschnullern, Plastikgeschirr, Konservendosen, Thermopapier (z.B. Kassenbons) eingesetzt. Analysen des BUND haben Bisphenol A zudem im Hausstaub von Kindertagesstätten nachgewiesen.

Zwar ist die Vermarktung Bisphenol-A-halitger Babyfläschchen seit dem 1. Juni 2011 EU-weit verboten, doch werden allein in Deutschland jährlich ca. 410.000 Tonnen vermarktet. Bisphenol A kann sich bei Kontakt mit Lebensmitteln aus dem Produkt lösen und ist dann in diesen nachweisbar. Der mittlere Gehalt an Bisphenol A im menschlichen Blut ist mittlerweile höher als die Konzentration, die bei Mäusen zu einer Beeinträchtigung der Sexualentwicklung führen kann. Frühreife, eine reduzierte Spermienzahl oder auch Verhaltensstörungen werden als mögliche Folgen diskutiert.

Der BUND fordert deshalb einen Ersatz durch sichere Alternativen, auch wenn das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht im Moment keinen Handlungsbedarf für den Gesetzgeber sieht und alle von der Industrie durchgeführten Studien Entwarnung geben. Alle Ergebnisse unabhängiger wissenschaftlicher Untersuchungen der letzten Jahre weisen dagegen auf eine Gesundheitsgefährdung hin. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat sogar den Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge im Sommer 2007 um das Fünffache auf 0,05 mg je Kilogramm Körpergewicht erhöht – ein Vorgehen, dass von Umwelt- und Verbraucherschützern stark kritisiert wurde und wird.

weitere Quelle:http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Forschung_-_Entwicklung/BUND_Kampagne:_Weichmacher_Bisphenol/15/19/0/16223.html

04 Februar 2014

Wie gefährlich sind Laserdrucker? WDR-Markt 3.2.14

Zunehmend klagen Arbeitnehmer über chronische Krankheiten und sogar Krebs durch ihre Arbeit in der Nähe eines Laserdruckers. Die Berufsgenossenschaften lehnen die Anerkennung bislang ab.
Laserdrucker
Laserdrucker stehen in fast jedem Büro, aber auch bei vielen Menschen zu Hause. Jozefa Bader bekommt kaum noch Luft. Ihre schreckliche Diagnose lautet Lungenkrebs. "Ich bin Verkäuferin und hab Fotokopierautomaten und Drucker verkauft. Diese Geräte habe ich vorführen müssen“, sagt Bader. "Ich habe während der Arbeit gemerkt, dass ich ziemlich hüsteln muss, ich war ziemlich schlapp, müde und habe ganz schlecht Luft bekommen.“ In ihrem Tumor finden Mediziner Spuren, die auf Tonerstaub hindeuten könnten.

Quelle: wdr

http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2014/0203/laserdrucker.jsp


Ein interessanter Beitrag zum Thema Feinstaubentwicklung durch Laserdrucker, leider fehlte hier der Hinweis auf  die internationale Stiftung nano-Control engagiert für gesunde Raumluft. (nano-control.de)

03 Februar 2014

Aluminium - Freund oder Feind?



5. Februar 2014 > Hessischer Rundfunk > 21:00 Uhr 

„ALLES WISSEN“ – Beitrag zum Thema 

„Aluminium – Freund oder Feind ?“


Ein sehr interessanter Beitrag zur Anwendung von Aluminium in unserer Umwelt.

Aluminium ist allgegenwärtig und in vielen Produkten verwendet.

Es hat viele Vorteile und viele (verschwiegene) Nachteile oder sogar Gefahren.

Warum gibt es in der gesamten Flora und Fauna der Erde keine Nutzung dieses doch überall verfügbaren Minerales?


29 Januar 2014

Bundesbank stimmt Zwangsabgabe auf Sparguthaben zu

 |  Veröffentlicht: 27.01.14, 12:36  |
Es wird ernst mit der Schulden-Steuer: Die Bundesbank greift überraschend den Vorschlag des IWF für eine 10-prozentigen Zwangsabgabe auf Sparguthaben auf und erklärt, dass eine solche Steuer in „absoluten Ausnahmesituationen“ erhoben werden könnte. Damit wird deutlich: Die Euro-Retter planen weitreichende Eingriffe in die privaten Vermögen, um die Schulden-Krise zu beenden.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/27/bundesbank-stimmt-zwangsabgabe-auf-sparguthaben-zu/

Und wieder muss/wird der Bürger für die Spielchen der Politikdarsteller, der privaten Banken und Hassardeure der Finanzwirtschaft herhalten

und immer bürgt der Bürger  - daher kommt wahrscheinlich auch dieser wörtliche Zusammenhang.

Schaun Sie mal: http://www.youtube.com/watch?v=hlw8GYTrMmo

17 Januar 2014

Der Steuerzahler ist immer der Dumme

Energiekonzern RWE klagt auf Schadensersatz für Biblis

Atom-InfokampagneMit der aktuellen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig kann der Energiekonzern RWE nun gegen die befristete Abschaltung der Biblis-Reaktoren wenige Tage nach der Fukushima-Katastrophe im März 2011 klagen. Acht AKW wurden damals für ein dreimonatiges Moratorium vom Netz genommen, bevor sie mit dem neuen Atomgesetz dauerhaft stillgelegt wurden. Damit drohen dem Land Hessen nun Schadensersatzforderungen von knapp 200 Millionen Euro.

Damals wurden die zuständigen Länder vom Bund angewiesen, mithilfe eines "Gefahrenabwehr-Paragrafen" im Atomgesetz die sieben ältesten AKW und den Pannen-Meiler Krümmel unverzüglich vom Netz zu nehmen. RWE hatte als einziger AKW-Betreiber gegen das Moratorium geklagt. Dem Urteil nach war diese Verfügung zur Stilllegung nicht rechtmäßig angeordnet worden, die Rechtsgrundlage dafür fehle. RWE wird nun eine Schadensersatzklage einreichen, die Chancen auf Erfolg stehen offenbar nicht schlecht. Ob aber das Land Hessen aufkommen muss oder der Bund aufgrund der Anweisung in die Pflicht genommen wird, ist offen. Dass es einmal mehr den Steuerzahler treffen wird, ist hingegen ausgemacht.

Alle Atomkonzerne außer EnBW klagen zudem auf Schadensersatz aufgrund der endgültigen Stilllegung nach dem neuen Atomgesetz. Der schwedische Konzern Vattenfall hat sogar das Internationale Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten in Washington angerufen, ein Schiedsgericht wurde eingesetzt. Der Konzern versucht so unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Überprüfung durch ein ordentliches Gericht in den Geldbeutel der Steuerzahler zu greifen.
Weitere Infos zu den Gefahren der Atomkraft finden Sie in unserer Atom-Infokampagne.

Quelle: Umweltinstitut München


08 Januar 2014

Was Hausbesitzer und Mieter bei Frost beachten sollten



Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung und im Schadensfall

Im Winter setzen Schnee und Dauerfrost Haus und Wohnung mitunter gehörig zu. Geplatzte Heizungsrohre und -kessel, Wärmepumpen und Heizkörper sowie gesprengte Wasserleitungen können im schlimmsten Fall die Folge sein. Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO, macht auf die Risiken aufmerksam und gibt hilfreiche Tipps, wie Mieter und Hausbesitzer Frostschäden an Wasser- und Heizungsleitungen vorbeugen können. Darüber hinaus erklärt der Versicherungsexperte, was im Schadensfall zu tun ist.




Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Harte Winter mit strengem Frost sind in Deutschland keine Seltenheit. Doch die arktische Kälte kann für Mieter und Hausbesitzer ein folgenreiches Nachspiel haben: Allein 2011 wurden mehr als 1,3 Millionen Frostschäden gemeldet. Wie entstehen diese Frostschäden eigentlich?

Eine Information  der:
Textquelle:ERGO Versicherungsgruppe AG

http://maennerformat.de/mgz/2014/01/was-hausbesitzer-und-mieter-bei-frost-beachten-sollten/


Zur Zeit ist ja nun doch kein richtiger Winter, jedoch ist noch nicht der Frühling kalendarisch in Sicht.

02 Januar 2014

2014

Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2014, 

Gesundheit, 

Freude und Spaß mit Freunden und Familie 

und viel Erfolg im Beruf!

Und immer

gute Zeit!




19 Dezember 2013

Kundenverfolgung mit dem Smartphone

WLAN-Netzwerk als Lockmittel

Je besser man seine Kunden kennt, desto mehr kann man ihnen verkaufen. Nach dieser Faustregel arbeiten Handelsketten schon seit jeher und geben etwa Kundenkarten aus. Doch waren die Möglichkeiten der Kundenanalyse in normalen Geschäftsfilialen bisher beschränkt, macht das Handy als ständiger Begleiter nun eine wesentlich genauere Art der Überwachung möglich.

Der kostenlos angebotene Drahtloszugang zum Internet wird von Geschäftsinhabern nämlich keineswegs uneigennützig angeboten. Haben die Kunden die WLAN-Funktion ihres Smartphones aktiviert, sucht dieses in regelmäßigen Abständen nach verfügbaren Netzen. Das machen sich spezialisierte Analysefirmen zunutze. Der Standort des einzelnen Kunden im Geschäft wird ermittelt und fortan verfolgt - ohne dass der Kunde etwas davon bemerkt.

Unternehmen wie die kalifornische Euclid Analytics haben sich darauf spezialisiert, diese Daten zu protokollieren und zu analysieren. Geschäftstreibende können mit der Technologie nachverfolgen, wie viele Kunden am Shop vorbeigehen, ihn betreten und ob sie später noch einmal wiederkehren. Auch die Aufenthaltsdauer vor den einzelnen Regalen im
Geschäft lässt sich anhand der Bewegungsprofile nachvollziehen. Ganze Einkaufszentren werden derart überwacht, das Sortiment genau darauf abgestimmt

 Mehr…
Quelle: http://orf.at/stories/2192859/2192860/

News orf.at
25.08.2013

Das Geschäft läuft doch gerade zu Weihnachten auf Hochtouren - neben musikalischer "Einstimmung" und subtiler Werbung jetzt diese neue Form der "Kundengewinnung".

26 November 2013

Mit Naturfarben renovieren?!



Als baubiologische Beratungsstelle wird die Frage nach einem gesunden Wohnumfeld immer wieder an uns herangetragen. Spätestens wenn man die Ursache einer Erkrankung oder auch „nur“ die Beeinflussung des Wohlbefindens in der Wohnung vermutet.

Die sogenannte dritte Haut des Menschen, sein Haus oder die Wohnung, spielen eine große Rolle im Leben und gerade dort versagt oft das kritische Bewusstsein zur Vermeidung von negativen Einflussfaktoren auf die Gesundheit.

Nach neuesten Untersuchungen verbringen die modernen mitteleuropäischen Menschen mindestens 80 % ihrer Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Wir sind nicht mehr mit der Natur so verbunden, wie es noch vor 100 Jahren war. Das Leben spielt sich immer mehr in der Wohnung, im Haus und im Büro ab und deshalb wirken diese Faktoren der Wohnraum- und Bürogestaltung – kurz unseres Lebensumfeldes besonders intensiv auf den Menschen.

Schlagworte wie Wohngifte, Holzschutzmittelprozeß bzw. Holzschutzmittelgeschädigte, Allergien, Schadstoffausdünstungen, Formaldehyd, Sick-Building-Syndrom, Burn-Out, Lebensmittelskandale, sorgloser Umgang mit Umweltgiften – nicht nur in der dritten Welt -  lassen aufhorchen. Bereits 1994 wurden solche Faktoren für eine bewusste Entscheidung für Naturfarben im Buch von Gabriele Siedentopf (C.F.Müller Alembik Verlag) benannt.

Was hat sich jedoch innerhalb der letzten 20 Jahre im Bau-und-Renovierungsbewusstsein der Menschen verändert?   

Immer mehr Menschen vertrauen heute auf die Empfehlung zur Verwendung gesunder Baustoffe und nicht zuletzt der Anwendung von Naturfarben. Neben einem geschlossenen Rohstoffkreislauf der Pflanzenchemie spielen vor allem die Belange des Wohlfühlens und des Bewusstseins, natürliche Stoffe eingesetzt zu hanen, eine Rolle.     

Ebenso hat sich die Verarbeitung der Rohstoffe zu einem modernen Produkt in den letzten Jahren weiter verbessert. Die Naturfarbenhersteller sichern eine hohe Qualität, lange Nutzungsdauer der Produkte und eine einfache Verarbeitbarkeit.

Gerne werden diese modernen Naturfarben von jungen und auch älteren Menschen angewendet, die heute sicher nicht mehr als Außenseiter der „Öko-„ oder „Bioszene“ einzuordnen sind. Im Gegenteil versuchen konventionelle Hersteller auch eine Ökoschiene anzubieten, um diesen Marktanteil nicht vollständig abzugeben.

Lösemittelkonzepte, auch wasserlösliche Produkte, Wandfarben, Putze, Öle und Wachse unterscheiden sich bei Natur und konventionellem Bereich entscheidend, so der Baubiologe Rüdiger Weis. 

Es ist deshalb wichtig, sich als Verbraucher über Eigenschaften, Rohstoffe und Volldeklarationen der Farben zu informieren oder eine entsprechende Fachberatung im Naturbaustoffhandel, der baubiologischen Beratungsstelle oder auch über das Internet anzustreben.

Naturfarben werden immer mit einer Volldeklaration der Rohstoffe gekennzeichnet und die Rohstoffnamen sind oft seit Jahrhunderten bekannt (z.B. Kalk, Lehm, Bienenwachs, Holzöle, Seifen….), ja haben auch schon oft einen langen Nachweis der Haltbarkeit erbracht. Mikrowachse, 

Nanopartikel, Isoaliphate uam. sind in der Natur nicht zu finden.  

Farbenfrohe Anstriche sind auch ohne die grellen, knalligen, künstlich hergestellten Farbpigmente möglich und sie lassen sich im Gegensatz zu vielen chlorchemisch hergestellten Farben untereinander mischen (Farbmischautomaten werden als etwas Besonderes dargestellt – jedoch vertuschen sie oft nur das Manko dieser unnatürlichen Pigmentmischungen).

Hat man sich jedoch für ein nachweislich ökologisch hergestelltes Naturprodukt  entschieden, wird man mit einem angenehmen Wohngefühl belohnt, man tut etwas für sich und seine Kinder und für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen der Natur, erspart Sondermüll und nachhaltige Schädigung der unserer Umwelt.  

Weitere Informationen zum Thema Naturfarben erhalten Sie bei Baubiologie Plauen – Rüdiger Weis (baubiologie-plauen.de) oder Ihrem Naturbaustoffhändler (Naturbaustoffe Zwickau Herr Ulf Herling – naturbaustoffe-zwickau.de).